Kap Arkona: Sommersonnenwende und Hühnergötter

Mit einer tollen Aktion möchte Reinhardt Jost, der Betreiber der Manufaktur auf dem Rügenhof am Kap Arkona, den Sommer begrüßen. Zur Feier der Sonnenwende am 21. Juni soll der „Grundstein“ gelegt werden für die längste Kette aus Hühnergöttern.
Hühnergötter? Ja, Hühnergötter. Diese Schätze aus der Vergangenheit – Feuersteinknollen, aus denen in vielen, vielen Jahren Kalkeinlagerungen herausgewaschen wurden, so dass ein oder mehrere Löcher im Stein entstanden. (http://www.ruegenurlaub.de/ruegen-a-z/huehnergoetter.html). U.a. rund ums Kap und entlang der Kreideküste finden sich solche Hühnergötter und viele Touristen machen sich einen Spaß daraus, diese Steine zu sammeln.
Doch nun soll dies Sammeln nicht mehr nur dem privaten Nutzen dienen, sondern soll dazu beitragen, die längste Kette aus Hühnergöttern zu schaffen. Alle Gewerbetreibenden am Kap, besonders der Initiator Reinhardt Jost, nehmen Hühnergötter entgegen, um sie auf dünnen Draht zu ziehen. Diese Drahtseile voll mit Hühnergöttern sollen im Endstadium zumindest die 60 Meter überbieten, die bislang als Rekordwert für die längste Kette aus diesen Steinen gilt.
Möglicherweise, so Jost, könnten von den Teilnehmern an eigentlich kostenfreien Veranstaltungen am Kap Hühnergötter als „Eintritt“ gezahlt werden. Auch mit einer weiteren Idee hält er nicht zurück – angeregt durch die in vielen Städten an Brückengeländern befestigten „Liebesschlösser“ kann er sich vorstellen, in der Steinwerkstatt die Namen der Verliebten in „ihren“ Feuerstein zu gravieren, um diesen dann als unvergängliches Zeugnis der Verbundenheit aufzuhängen.
Vor allem in den nordischen und baltischen Ländern ist es Tradition, die Sonnenwende zum Sommerbeginn zu feiern. So auch am Kap Arkona auf Rügen. Am Freitag, 21. Juni, ab 19.30 Uhr begrüßt die Band „Inflagranti“ den Sommer. Und zwar im Leuchtturmwärtergarten. Ab etwa 21 Uhr zeigen Rügener Bauchtänzerinnen, was sie „drauf“ haben. Weiterhin kann an diesem Abend der neue Leuchtturm für zwei Stunden besichtigt werden. Phantastisch die Aussicht von dort oben – am längsten Tag des Jahres.
Doch noch mehr wird in dieser Zeit der „Weißen Nächte“ am Kap geboten. Da heißt es, die Tage des offenen Gartens zu feiern, der „Kräuterhexe“ bei ihren Führungen durch den Gutshausgarten über die Schulter zu schauen und ihre selbsthergestellten Liköre zu probieren. Sanddorn ist der Geheimtipp – folgt der Wanderer dem Weg vom Kap nach Vitt (http://www.ruegenurlaub.de/ruegen-a-z/vitt.html), so kommt er an einer großen Sandorn-Plantage vorbei.

Ein Kommentar:

  1. Mich interessieren immer wieder die Kommentare von Folkert Frels gut geschrieben und informativ

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